BMFZ-Meeting 2019

Am 24. September 2019 fand das 19. BMFZ-Meeting zum Thema „Gene therapy“ statt (s. Flyer).

Zum Hintergrund der Tagung:

1989 wurde die erste Gentherapiestudie durchgeführt. Damals wurden zum ersten Mal körpereigene Immunzellen gentechnisch so verändert, dass ihre Fähigkeit Tumoren zu bekämpfen, gesteigert wurde.

Seit dieser Zeit hat sich die Technik der Gentherapie stark weiterentwickelt. Die Erfahrungen, die man bei der gentherapeutischen Behandlung von genetisch einfacheren Erkrankungen, wie z.B. der Bluterkrankheit (der Hämophilie B), gewonnen hat, haben dabei die Grundlage für die Behandlung vieler komplexerer Krankheiten gelegt. Aktuell findet die Behandlung von Krebs mit sogenannten CAR-T-Zellen sehr große Beachtung; das sind genetisch veränderte, körpereigene Zellen, die Tumorzellen erkennen und eliminieren können.

Neben den Krebserkrankungen sind auch andere Erkrankungen mit hoher Mortalität in den Focus der Gentherapie gerückt, so z.B. die Sichelzellanämie, bei der die Bildung des roten Blutfarbstoffes durch eine Mutation gestört ist und die durch Genkorrektur in nur wenigen Zellen geheilt werden kann. Die neuen methodischen Möglichkeiten der gezielten Veränderung der DNA durch bakterielle Enzyme (das CRISPR/Cas9-System) sind zukunftsweisend. Es sind bereits  zugelassene Gentherapieprodukte auf dem Markt und weltweit werden inzwischen mehr als 370 Gentherapie-Studien durchgeführt. Die Gentherapie ist zu einem sehr spannenden Feld für Grundlagenforscher, klinische Wissenschaftler und die Pharmaindustrie geworden, das für viele Erkrankungen des Menschen, die bisher nicht heilbar waren, große Versprechungen beinhaltet.“

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